Hundeeis selber machen - 7 erfrischende Rezepte für Hunde

Hundeeis selber machen: 7 Rezepte für heiße Tage

Hundeeis selber machen: 7 Rezepte für heiße Tage

Wenn die Temperaturen steigen und Dein Hund hechelnd im Schatten liegt, ist es Zeit für eine Erfrischung. Hundeeis selber machen ist einfacher als Du denkst und Dein Vierbeiner wird es Dir danken. In diesem Artikel zeige ich Dir 7 Rezepte, die Du schnell zubereiten kannst. Manche brauchen nur einen einzigen Handgriff.

Warum Hundeeis eine gute Idee ist

Hunde überhitzen schneller als wir. Besonders bei Temperaturen über 25 Grad ist das Risiko eines Hitzschlags real. Kühle Leckereien helfen dabei, die Körpertemperatur zu regulieren und gleichzeitig die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Das ist vor allem bei Hunden wichtig, die ohnehin wenig trinken.

Selbstgemachtes Hundeeis hat einen weiteren Vorteil: Du weißt genau, was drin ist. Kein Zucker, keine künstlichen Aromen, keine Süßungsmittel. Nur gesunde Zutaten, die Deinem Hund wirklich guttun.

Mehr Tipps zur Hitzepflege findest Du in unserem Artikel Hund bei Sommerhitze kühl und hydriert halten.

Diese Zutaten sind geeignet

  • Naturjoghurt (ohne Zucker und Süßungsmittel)
  • Magerquark
  • Hüttenkäse
  • Bananen
  • Wassermelone (ohne Kerne und ohne Schale)
  • Beeren (Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren)
  • Karotten
  • Leberwurst (in Maßen, ohne Zwiebeln)
  • Fleischbrühe oder Wildbrühe ohne Salz und Gewürze
  • Gekochtes Hähnchenfleisch oder Rindfleisch

Diese Zutaten sind tabu

Bevor Du loslegst, kurz die Stoppliste. Einige Zutaten sind für Hunde giftig und dürfen auf keinen Fall ins Hundeeis:

  • Trauben und Rosinen (verursachen Nierenversagen)
  • Schokolade (giftig für Hunde)
  • Xylitol und andere Süßungsmittel (hochgiftig, oft in Erdnussbutter enthalten)
  • Zwiebeln und Knoblauch (zerstören rote Blutkörperchen)
  • Avocado (enthält Persin, das für Hunde schädlich ist)
  • Zuckerzusätze jeder Art

Wenn Du Erdnussbutter verwendest: Immer das Etikett lesen. Viele Marken setzen Xylitol als Süßungsmittel ein. Nur 100 Prozent reine Erdnussbutter ohne Zusätze ist sicher.

7 Hundeeis-Rezepte für den Sommer

Rezept 1: Brühe-Eiswürfel (das einfachste Rezept der Welt)

Das ist wirklich das einfachste Hundeeis, das es gibt. Du brauchst nur Wildbrühe und eine Eiswürfelform. Die Brühe einschenken, einfrieren, fertig.

Wichtig dabei: Die Brühe muss salzfrei und ungezuckert sein. Handelsübliche Brühen enthalten oft viel Salz und Gewürze, die für Hunde nicht geeignet sind. Du kannst Wildbrühe wie die von Nürburger einfach in eine Eiswürfelform gießen. Fertig ist das gesündeste Hundeeis der Welt. Die Würfel sind klein genug, um sie als Einzelleckerli zu geben oder ins Trinkwasser zu werfen.

Zutaten:

  • 200 ml salzfreie Wildbrühe

Zubereitung: Brühe in Eiswürfelform füllen, mindestens 4 Stunden einfrieren.

Rezept 2: Joghurt-Bananen-Eis

Cremig, mild und für fast jeden Hund ein Treffer. Die Banane sorgt für natürliche Süße, der Joghurt für eine angenehme Textur.

Zutaten:

  • 200 g Naturjoghurt (ohne Zucker)
  • 1 reife Banane

Zubereitung: Banane pürieren, mit Joghurt verrühren, in Förmchen oder Eiswürfelform füllen und mindestens 6 Stunden einfrieren. Für Eis am Stiel einfach einen Holzspieß als Stiel einsetzen.

Rezept 3: Wassermelonen-Slush

Wassermelone besteht zu etwa 92 Prozent aus Wasser und ist damit eine der kühlendsten Sommerfrüchte. Für Hunde ist sie ein Genuss, solange Du alle Kerne und die Schale entfernst.

Zutaten:

  • 300 g Wassermelonenfleisch (entkernt, ohne Schale)
  • 50 ml Wasser

Zubereitung: Wassermelone pürieren, mit Wasser verdünnen, in Formen füllen und einfrieren. Alternativ nur halb einfrieren für eine Slush-Konsistenz.

Rezept 4: Leberwurst-Eis am Stiel

Das klingt seltsam, aber für Hunde ist es ein Festessen. Leberwurst riecht intensiv und zieht Hunde magisch an. Dieses Eis funktioniert besonders gut für Hunde, die auf süße Sachen nicht so stehen.

Zutaten:

  • 100 g Leberwurst (ohne Zwiebeln und Knoblauch, Zutatenliste prüfen)
  • 100 ml Wasser oder ungesalzene Brühe

Zubereitung: Leberwurst mit Wasser oder Brühe glatt rühren, in Eisförmchen füllen, Stiel einsetzen und einfrieren.

Rezept 5: Beeren-Quark-Eis

Heidelbeeren und Himbeeren sind reich an Antioxidantien und für Hunde gut verträglich. Mit Magerquark wird daraus ein cremiges Eis, das auch an heißen Tagen lange kühlt.

Zutaten:

  • 150 g Magerquark
  • 100 g gemischte Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren)

Zubereitung: Beeren leicht zerdrücken oder pürieren, mit Quark verrühren, in Formen füllen und einfrieren.

Rezept 6: Karotten-Kokos-Eis

Karotten sind kalorienarm, zahnpflegend und die meisten Hunde lieben sie. Kokosöl in kleinen Mengen ist gut für das Fell und den Darm. Diese Kombination macht ein cremiges, interessantes Eis, das sich von den anderen Rezepten geschmacklich abhebt.

Zutaten:

  • 2 mittelgroße Karotten, gekocht und püriert
  • 1 TL Kokosöl
  • 100 ml Wasser

Zubereitung: Alles pürieren, in Formen füllen, einfrieren. Das Kokosöl sorgt dafür, dass das Eis etwas cremiger wird und nicht so hart gefriert.

Rezept 7: Herzhaftes Brühe-Eis mit Fleischstückchen

Das ist das Festtagsrezept für besondere Anlässe. Zartes Hähnchen- oder Rindfleisch in aromatischer Wildbrühe eingefroren. Für die meisten Hunde ist das die Krönung des Sommertages.

Zutaten:

  • 200 ml salzfreie Wildbrühe (z.B. Nürburger Wildbrühe)
  • 50 g gekochtes Hähnchen- oder Rindfleisch, in kleine Stücke gezupft

Zubereitung: Fleischstücke in Silikonförmchen verteilen, mit Wildbrühe auffüllen und mindestens 6 Stunden einfrieren. Die Brühe sorgt für intensiven Geschmack, das Fleisch macht die Leckerei besonders attraktiv.

Tipps zur richtigen Fütterung von Hundeeis

Nicht zu viel auf einmal

Auch wenn Dein Hund begeistert ist: Ein bis zwei Portionen pro Tag sind genug. Zu viel auf einmal kann den Magen belasten, besonders bei empfindlichen Hunden. Starte mit kleinen Portionen und beobachte, wie Dein Hund reagiert.

Erst antauen lassen

Direkt aus dem Gefrierfach kann das Eis sehr hart sein und an der Zunge kleben. Lass es kurz antauen, bevor Du es gibst. Zwei bis fünf Minuten bei Zimmertemperatur reichen meist aus.

Unter Aufsicht füttern

Besonders große gefrorene Stücke können eine Erstickungsgefahr darstellen. Gib Hundeeis immer unter Aufsicht und wähle Portionsgrößen, die zu Deinem Hund passen. Kleine Hunde bekommen kleine Würfel, große Hunde können größere Portionen vertragen.

Häufige Fragen zum Hundeeis

Kann mein Hund normales Speiseeis essen?

Nein. Normales Eis enthält Zucker, Milch und oft auch Aromen, die für Hunde nicht geeignet sind. Manche Sorten enthalten sogar Xylitol, das für Hunde lebensbedrohlich ist. Mach immer selbst gemachtes Hundeeis oder kaufe speziell für Hunde hergestellte Produkte.

Wie lange ist selbstgemachtes Hundeeis haltbar?

Im Gefrierfach hält sich Hundeeis gut verschlossen bis zu zwei Wochen. Danach verliert es an Qualität. Am besten in kleinen Chargen zubereiten und regelmäßig frisch machen.

Mein Hund mag kein Eis. Was tun?

Nicht alle Hunde mögen Kälte. Manche lehnen gefrorene Sachen grundsätzlich ab. In dem Fall hilft es, mit sehr kleinen Eiswürfeln zu beginnen und diese ins Trinkwasser zu geben. So bekommt der Hund zumindest indirekt etwas Kühlung.

Ab welchem Alter kann ich meinem Hund Hundeeis geben?

Grundsätzlich ab dem Welpenalter, wenn die Zähne vollständig gewechselt sind. Bei sehr jungen Welpen lieber warten und den Tierarzt fragen. Für ältere Hunde mit Zahnproblemen das Eis länger antauen lassen, damit es nicht zu hart ist.

Muss ich spezielle Formen kaufen?

Nein. Ganz normale Eiswürfelformen aus dem Supermarkt funktionieren hervorragend. Silikonformen sind praktischer, weil sich das Eis leichter herauslösen lässt. Für Eis am Stiel gibt es günstige Silikonformen im Onlinehandel.

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