Welpenernährung

Welpenernährung

Als Zeus mit 8 Wochen zu mir kam, war ich überwältigt. So klein, so zerbrechlich, so abhängig. Und ich war verantwortlich für seine Ernährung. Was, wenn ich es falsch mache? Was, wenn er nicht richtig wächst? Was, wenn er krank wird?

Heute ist Zeus ein gesunder, kräftiger Hund. 35 Kilo Muskeln, glänzendes Fell, voller Energie. Weil ich von Anfang an auf die richtige Ernährung geachtet habe.

Heute zeige ich Dir alles, was ich über Welpenernährung gelernt habe. Damit auch Dein Welpe gesund aufwächst.

Warum Welpenernährung so wichtig ist

In den ersten Lebensmonaten passiert unglaublich viel. Zeus hat in 6 Monaten 25 Kilo zugenommen. Sein Skelett, seine Muskeln, seine Organe, sein Immunsystem – alles entwickelt sich in dieser Zeit.

Wenn die Ernährung nicht stimmt, kann das lebenslange Folgen haben. Gelenkprobleme, schwache Knochen, schlechtes Immunsystem, Wachstumsstörungen.

Die ersten Monate entscheiden über die Gesundheit für das ganze Leben. Deswegen habe ich es sehr ernst genommen.

Spezielles Welpenfutter oder normales Futter?

Ich habe Zeus von Anfang an Welpenfutter gegeben. Und ich würde es immer wieder so machen.

Welpenfutter hat mehr Protein, mehr Kalorien, mehr Vitamine, mehr Mineralien. Genau das, was ein wachsender Hund braucht. Erwachsenenfutter ist für ausgewachsene Hunde gemacht – die brauchen weniger von allem.

Manche sagen: "Normales Futter reicht auch. Früher gab es kein Welpenfutter." Mag sein. Aber früher sind Hunde auch mit 8 Jahren gestorben. Heute werden sie 12, 14, 16 Jahre alt. Weil wir es besser machen.

Wie oft füttere ich einen Welpen?

Zeus hat am Anfang 4x täglich gefressen. Morgens, mittags, nachmittags, abends. Kleine Portionen, über den Tag verteilt. Sein Magen war noch zu klein für große Mahlzeiten.

8-12 Wochen: 4 Mahlzeiten pro Tag

3-6 Monate: 3 Mahlzeiten pro Tag

Ab 6 Monate: 2 Mahlzeiten pro Tag

Mit 6 Monaten bin ich auf zweimal täglich umgestiegen. Das ist für erwachsene Hunde normal. Heute bekommt Zeus morgens und abends Futter.

Wie viel Futter braucht ein Welpe?

Das steht auf der Futterpackung. Aber Vorsicht: Das sind Richtwerte. Jeder Hund ist anders.

Zeus hat mehr gefressen als empfohlen. Er war aktiv, ist schnell gewachsen, hatte ständig Hunger. Ich habe die Menge angepasst.

Die Regel: Rippen sollten fühlbar sein, aber nicht sichtbar. Wenn ich über Zeus' Seite streiche, fühle ich die Rippen leicht. Aber ich sehe sie nicht. Das ist perfekt.

Zu dünn? Mehr füttern. Zu dick? Weniger füttern. Regelmäßig wiegen und Körperkondition checken.

Wasser: Immer verfügbar

Zeus hatte von Tag 1 an immer Zugang zu frischem Wasser. Welpen trinken viel. Sie wachsen, sie spielen, sie toben. Sie brauchen Flüssigkeit.

Ich wechsle das Wasser zweimal täglich. Frisches Wasser schmeckt besser. Zeus trinkt mehr.

Was darf ein Welpe NICHT fressen?

Die üblichen Verdächtigen kennst Du wahrscheinlich: Schokolade, Weintrauben, Zwiebeln, Knoblauch, Avocado. Alles giftig. Hat Zeus nie bekommen.

Aber hier etwas, das viele nicht wissen: Auch zu viel Calcium ist schlecht. Vor allem bei großen Rassen wie Zeus (Weimaraner).

Zu viel Calcium lässt Welpen zu schnell wachsen. Die Knochen werden zu schwer für die noch schwachen Gelenke. Das führt zu Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, anderen Gelenkproblemen.

Deswegen: Kein extra Calcium, wenn Du schon Welpenfutter gibst. Das enthält genug. Keine Calciumtabletten. Keine Milchprodukte in Massen.

Leckerlis: Ja oder Nein?

Ja! Aber in Maßen.

Zeus hat schon als Welpe Leckerlis bekommen. Für Training, für Belohnung, für Bindungsaufbau. Leckerlis sind wichtig.

Aber: Leckerlis zählen zur Tagesration. Wenn Zeus viele Leckerlis bekommt, bekommt er entsprechend weniger Hauptfutter. Sonst wird er dick.

Ich rechne: Wenn 20% der Tagesration aus Leckerlis besteht, reduziere ich das Hauptfutter um 20%.

Wann auf Erwachsenenfutter umstellen?

Das hängt von der Rasse ab. Kleine Hunde sind mit 10 Monaten ausgewachsen. Große Hunde wie Zeus brauchen 18-24 Monate.

Zeus ist mit 15 Monaten noch gewachsen. Ich habe ihn mit 16 Monaten auf Erwachsenenfutter umgestellt. Langsam, über zwei Wochen. Kein abrupter Wechsel.

Zu früh umstellen = Nährstoffmangel während des Wachstums. Zu spät umstellen = zu viel Protein, zu viele Kalorien, Übergewicht.

Selbst kochen für Welpen?

Manche kochen für ihre Welpen selbst. Das kann funktionieren, ist aber schwierig. Welpen brauchen exakt die richtigen Nährstoffe in den richtigen Mengen.

Wenn Du selbst kochst, brauchst Du einen Ernährungsplan vom Tierarzt oder Ernährungsberater. Sonst riskierst Du Mängel.

Ich habe es nicht gemacht. Zu riskant. Zu kompliziert. Gutes Welpenfutter war für mich die sicherere Wahl.

Barfen von Anfang an?

Auch das geht. Aber auch hier: Nur mit professionellem Plan. Welpen haben andere Anforderungen als erwachsene Hunde. Zu viel Knochen = Verstopfung. Zu wenig Calcium = Wachstumsprobleme.

Ich habe Zeus erst ab 2 Jahren gebarft. Vorher war mir das Risiko zu groß.

Wildbrühe auch für Welpen?

Ja! Zeus hat ab 4 Monaten Wildbrühe bekommen. Anfangs nur ein paar Löffel über sein Futter. Das hat ihm geschmeckt, und er hat besser gefressen.

Wildbrühe liefert Kollagen für gesunde Gelenke, Mineralien für Knochen, Aminosäuren für Muskeln. Perfekt für wachsende Welpen.

Heute bekommt er sie täglich. Und ich bin überzeugt: Sie hat zu seiner Gesundheit beigetragen.

Häufige Fehler bei Welpenernährung

Zu viel füttern: "Er ist so hungrig!" Ja, Welpen haben Hunger. Aber zu viel Futter macht dick. Und Übergewicht schadet wachsenden Gelenken.

Zu wenig füttern: Andersrum genauso schlimm. Unterernährte Welpen entwickeln sich nicht richtig.

Zu früh auf Erwachsenenfutter: Dann fehlen wichtige Nährstoffe.

Futter ständig wechseln: Jeder Wechsel belastet den Magen. Wenn Du ein gutes Welpenfutter gefunden hast, bleib dabei.

Zu viele Leckerlis: Leckerlis sind toll. Aber sie ersetzen kein ausgewogenes Futter.

Mein Fazit nach 2 Jahren mit Zeus

Welpenernährung ist kein Hexenwerk. Gutes Welpenfutter, regelmäßige Mahlzeiten, immer Wasser verfügbar. Das reicht.

Zeus ist der beste Beweis. Er ist gesund aufgewachsen. Keine Gelenkprobleme. Kein Übergewicht. Kein Nährstoffmangel. Einfach ein gesunder, glücklicher Hund.

Vertrau auf gutes Futter. Vertrau auf Deinen Tierarzt. Und vertrau auf Dein Bauchgefühl. Du machst das gut. Dein Welpe wird es Dir danken.

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