Hund bekommt Wildbrühe in den Napf gegossen

Wie oft darf mein Hund Wildbrühe trinken? Alles was Du wissen musst

Wie oft darf ein Hund Wildbrühe trinken?

Die gute Nachricht: Wildbrühe aus natürlichen Zutaten kann Hunden täglich gegeben werden. Sie ist kein Supplement, das dosiert werden muss wie ein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel mit echtem Nährwert. Trotzdem gibt es sinnvolle Mengenempfehlungen, die von der Körpergröße des Hundes abhängen.

Wie viel Wildbrühe pro Tag – abhängig von der Körpergröße?

Kleine Hunde (bis 10 kg)

Für kleine Rassen wie Chihuahua, Dackel oder Yorkshire Terrier reichen 30 bis 50 ml pro Tag. Das entspricht etwa 2 bis 3 Esslöffeln. Diese Menge kann täglich gegeben werden, ohne dass es zu Problemen kommt.

Mittelgroße Hunde (10 bis 30 kg)

Hunde wie Border Collie, Cocker Spaniel oder Beagle vertragen problemlos 50 bis 100 ml täglich. Die Brühe lässt sich gut über das Futter gießen oder als separate Mahlzeit anbieten.

Große Hunde (über 30 kg)

Für große Rassen wie Labrador, Deutsche Dogge oder Berner Sennenhund sind 100 bis 150 ml pro Tag eine gute Richtlinie. Bei sehr aktiven Hunden kann die Menge auch etwas höher ausfallen.

Wann ist der beste Zeitpunkt – morgens, abends oder übers Futter?

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt. Wildbrühe kann:

  • Morgens als erstes angeboten werden – viele Hunde trinken sie besonders gerne auf nüchternen Magen
  • Über das Futter gegossen werden – besonders sinnvoll, wenn der Hund wenig Appetit hat oder trockenes Kibble bekommt
  • Als Zwischenmahlzeit – zum Beispiel nach dem Spaziergang als kleine Belohnung
  • Abends nach der letzten Mahlzeit – um die Trinkmenge zu erhöhen

Viele Hundebesitzer kombinieren zwei Anwendungen: morgens über das Futter und abends als Trank. Das ist vollkommen in Ordnung.

Kann man einem Hund zu viel Wildbrühe geben?

Bei einer qualitativ hochwertigen Wildbrühe ohne Zusatzstoffe, Salz oder künstliche Aromen ist eine Überdosierung im klassischen Sinne unwahrscheinlich. Wildbrühe enthält Wasser, Proteine, Mineralstoffe und natürlich vorkommende Aminosäuren.

Trotzdem gilt: Zu viel von allem ist selten gut. Bei Hunden mit empfindlichem Magen oder Nierenerkrankungen sollte die Menge mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Als Faustregel: Die angegebenen Mengen pro Körpergröße sind Obergrenzen für den Alltag – nicht Mindestwerte.

Kann Wildbrühe als Trinkwasserersatz dienen?

Nein – und das sollte sie auch nicht. Frisches Wasser muss immer frei zugänglich sein. Wildbrühe ist eine Ergänzung, kein Ersatz. Sie enthält natürliche Mineralstoffe und kann die Trinkmenge insgesamt erhöhen, was besonders bei Hunden nützlich ist, die ohnehin wenig trinken.

Einige Hundebesitzer verdünnen die Brühe mit Wasser (1:1) um die Trinkmenge zu steigern. Das ist eine sinnvolle Methode, besonders im Sommer oder nach intensiver Bewegung.

Wildbrühe für Welpen – was ist zu beachten?

Welpen ab einem Alter von 8 Wochen können grundsätzlich Wildbrühe bekommen. Die Menge sollte jedoch deutlich reduziert werden:

  • Welpen bis 3 Monate: 15 bis 20 ml pro Tag
  • Welpen ab 3 Monate bis 6 Monate: 20 bis 30 ml pro Tag

Wichtig: Nur Brühen ohne Zwiebeln, Knoblauch, Salz oder andere für Hunde schädliche Zutaten verwenden. Eine Wildbrühe aus reinem Hirschfleisch und Wildknochen ist für Welpen gut verträglich.

Wildbrühe für Senioren – besondere Empfehlungen?

Ältere Hunde profitieren besonders von Wildbrühe. Mit zunehmendem Alter lässt der Appetit nach, die Trinkmenge sinkt und Gelenke werden schwächer. Wildbrühe adressiert alle drei Punkte gleichzeitig:

  • Sie regt den Appetit an durch Geruch und Geschmack
  • Sie erhöht die Flüssigkeitszufuhr
  • Sie enthält natürliches Kollagen, das für Gelenke und Knorpel wichtig ist

Für Senioren empfiehlt sich eine tägliche Gabe, aufgeteilt auf morgens und abends. Tierärzte empfehlen, bei Hunden mit Niereninsuffizienz die Brühe zu verdünnen und die Menge mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.

Wildbrühe bei kranken oder geschwächten Hunden

Wenn ein Hund krank ist, wenig frisst oder nach einer Operation geschwächt ist, kann Wildbrühe eine wichtige Rolle spielen. Sie ist leicht verdaulich, schmackhaft und liefert Mineralstoffe sowie Proteine in einer Form, die auch ein schwacher Magen gut aufnehmen kann.

Viele Tierärzte empfehlen Brühe als ersten Schritt bei Appetitlosigkeit – noch vor spezifischen Futterumstellungen. In diesem Fall kann die Menge auch leicht erhöht werden, zum Beispiel 2 bis 3 Mal täglich in kleinen Portionen.

Häufig gestellte Fragen auf einen Blick

  • Wie oft täglich? 1 bis 2 Mal täglich ist ideal.
  • Wie viel für meinen Hund? 30 bis 150 ml je nach Körpergröße.
  • Darf Wildbrühe täglich gegeben werden? Ja, bei guter Qualität ohne Zusatzstoffe.
  • Kann ich Wildbrühe mit Wasser mischen? Ja, besonders um die Trinkmenge zu erhöhen.
  • Ab welchem Alter für Welpen? Ab 8 Wochen, in kleinen Mengen.
  • Ist Wildbrühe besser als Hühnerbrühe? Für Hunde mit Getreideallergie oder Gelenkschwäche ja – Hirsch ist ein hypoallergenes Protein.

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