Was ist BARF und warum braucht es eine Ergaenzung?
BARF steht fuer "Biologically Appropriate Raw Food" oder auch "Bones And Raw Food". Das Prinzip ist einfach: Der Hund bekommt rohe, unverarbeitete Lebensmittel, die seiner natuerlichen Ernaehrung als Raubtier moeglichst nahekommen. Rohes Fleisch, Innereien, Gemuese, Knochen.
Die BARF-Methode hat viele Vorteile: weniger Fuellstoffe, bessere Bioverfügbarkeit der Nährstoffe, natürlichere Verdauung. Aber sie hat auch eine Schwachstelle: Wer BARF nicht perfekt ausbalanciert, riskiert Nährstoffmangel. Und genau hier kommt Wildbrühe ins Spiel.
Welche Nährstoffe beim BARFen oft fehlen
Selbst erfahrene BARFer wissen: Eine vollständig ausgewogene Ration ist anspruchsvoller als es klingt. Folgende Nährstoffe werden häufig unterschätzt oder nicht in ausreichender Menge angeboten:
- Kollagen: Aus Knochen und Knorpel - viele Hunde fressen diese Teile nicht vollständig, gerade wenn sie weiche Knochen meiden.
- Glycin und Prolin: Aminosäuren aus Bindegewebe, die wichtig für Gelenke, Haut und Fell sind.
- Mineralien aus Knochen: Kalzium-Phosphor-Verhältnis ist bei selbst zusammengestellten Rationen oft nicht optimal.
- Flüssigkeit: Rohes Fleisch enthält Wasser, aber nicht immer ausreichend, besonders bei BARFern, die viel gefriergetrocknetes oder angefrorenes Fleisch verwenden.
Wildbrühe aus Hirschknochen liefert genau diese Nährstoffe in leicht verwertbarer, flüssiger Form. Sie schließt Lücken, ohne das Fütterungskonzept zu verändern.
Wildbrühe als BARF-Ergänzung
Über rohes Futter gießen
Die einfachste Anwendung: Brühe direkt über die fertige BARF-Ration gießen. Das erhöht die Schmackhaftigkeit, fügt Flüssigkeit hinzu und liefert Kollagen sowie Mineralien. Besonders sinnvoll bei Hunden, die nicht immer enthusiastisch ans Fressen gehen.
Tipp: Lies auch weitere natürliche Ergänzungen für BARFer.
Als separate Zwischenmahlzeit
Wildbrühe kann unabhängig vom Futter als Trank angeboten werden. Viele BARFer geben die Brühe morgens oder nach dem Spaziergang, das Hauptfutter abends.
Als Basis für gefrorene Leckerlis
Brühe in Eiswürfelformen einfrieren und als Snack anbieten. Im Sommer ein beliebter Trick. Der Hund bekommt Flüssigkeit, Nährstoffe und etwas Abkühlung in einem.
Zum Auftauen von tiefgekühltem BARF
Wenn Fleisch aus dem Tiefkühlschrank genommen wird, kann warme Brühe das Auftauen beschleunigen und das Futter direkt schmackhafter machen.
Rezeptidee: Die BARF-Bowl mit Wildbrühe
Diese Ration eignet sich als vollständige Mahlzeit für einen mittelgroßen Hund (ca. 20 kg):
- 300 g rohes Hirschfleisch (gemischt: Muskelfleisch und etwas Leber)
- 100 g Zucchini, gerieben
- 1 kleines Ei, roh
- 1 Teelöffel kaltgepresstes Leinöl
- 80 ml Nürburger Wildbrühe, handwarm
Fleisch und Gemüse mischen, Ei darübergeben, Öl hinzufügen und zuletzt die Brühe drübergießen. Die Brühe verbindet alle Zutaten und sorgt dafür, dass auch das Gemüse besser angenommen wird.
Diese Ration liefert hochwertiges Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine aus dem Gemüse und natürliches Kollagen aus der Brühe. Kein Getreide, keine Zusatzstoffe.
Selbst gekochte Brühe vs. fertige Wildbrühe
Viele BARFer kochen ihre Brühe selbst. Das ist grundsätzlich möglich, hat aber einige praktische Nachteile:
- Zeitaufwand: Echte Knochenbrühe braucht 8 bis 24 Stunden Kochzeit, um Kollagen und Mineralien vollständig zu lösen.
- Qualität der Knochen: Nicht jeder hat Zugang zu qualitativ hochwertigen Wildknochen aus kontrollierter Herkunft.
- Hygiene: Rohes Wildfleisch kann Parasiten oder Keime enthalten, wenn es nicht sachgemäß verarbeitet wird. Professionelle Herstellung unterliegt strengeren Kontrollen.
- Konsistenz: Bei selbst gekochter Brühe variiert der Nährstoffgehalt je nach Knochen und Kochzeit stark.
Fertige Wildbrühe aus professioneller Herstellung bietet dagegen geprüfte Herkunft, standardisierten Kochprozess und keine Zusatzstoffe.
Warum Hirsch als Proteinquelle ideal für BARFer ist
Hirschfleisch ist eines der hypoallergensten Proteine überhaupt. Hunde, die auf Rind, Huhn oder Schwein reagieren, vertragen Hirsch in der Regel problemlos. Das macht Wildbrühe aus Hirsch besonders interessant für BARFer, die Hunde mit Futterunverträglichkeiten haben oder Rotationsernährung praktizieren.
Hirsch ist zudem natürlich fettärmer als Rind oder Schwein, was die Brühe leichter verdaulich macht.
Häufige Fragen von BARFern zur Wildbrühe
- Stört Wildbrühe das Calcium-Phosphor-Verhältnis? Nein, in den kleinen Mengen als Ergänzung ist die Auswirkung minimal.
- Kann ich Brühe täglich geben? Ja. Tägliche Gabe in kleinen bis mittleren Mengen ist problemlos.
- Verändert Wildbrühe die Konsistenz des Kots? Meist nicht. Bei empfindlichem Darm anfangs etwas reduzieren.
- Passt Wildbrühe zu Rohfleisch? Ja. Brühe und rohes Fleisch vertragen sich problemlos.
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Nürburger Wildbrühe wird aus Hirsch handgekocht in der Eifel, ohne Salz und ohne Zusatzstoffe. Sie ist speziell für Hunde entwickelt und passt ideal in eine BARF-Ration.
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Weiterführend: die gesundheitlichen Vorteile von Wildbrühe.