Barfen für Anfänger: Dein Einstieg in die Rohfütterung

Barfen für Anfänger: Dein Einstieg in die Rohfütterung

Was ist Barfen?

BARF steht für "Biologisch Artgerechtes Rohes Futter". Du fütterst rohes Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse und Obst – orientiert am Beuteprinzip des Wolfes.

Die richtige BARF-Zusammensetzung

Ohne Getreide (Standard):

70-80% Tierisches:

  • 50% Muskelfleisch
  • 20% Pansen/Blättermagen
  • 15% Innereien
  • 15% Knochen/Knorpel

20-30% Pflanzliches:

  • 75% Gemüse
  • 25% Obst

Mit Getreide (optional):

Gleiche Fleischaufteilung, aber pflanzlicher Anteil: 40% Gemüse, 40% Getreide, 20% Obst

Futtermenge berechnen

Erwachsene Hunde: 2-3% des Körpergewichts/Tag

Welpen: 6-8%

Junghunde: 5-7%

Senioren/übergewichtig: 2%

Beispiel: Ein 30kg Hund bekommt ca. 900g Futter/Tag (3%)

Einstiegsrezept (30kg Hund)

  • 360g Rindermuskelfleisch
  • 144g Rinderpansen
  • 108g Rinderleber
  • 108g Rinderknochen (gewolft oder als Knochenmehl)
  • 180g Gemüse-Obst-Mix (püriert!)

Wichtige Zusätze

  • Hochwertiges Öl (Lachsöl, Hanföl)
  • Eierschalenmehl oder Knochenmehl (Calcium)
  • Seealgenmehl (Jod)
  • Grünlippmuschelpulver (Gelenke, optional)

Umstellung auf BARF

  1. Tag 1: Fastentag
  2. Tag 2-4: Helles Fleisch (Huhn, Pute) + gedünstetes Gemüse
  3. Tag 5-7: Weitere Fleischsorten hinzufügen
  4. Ab Tag 8: Innereien langsam einführen (klein anfangen!)
  5. Ab Tag 10: Knochen hinzufügen (gewolft/als Mehl)

Häufige Anfängerfehler

  • Zu schnelle Umstellung → Verdauungsprobleme
  • Zu viele Innereien → Durchfall
  • Calcium-Mangel → Knochen nicht vergessen!
  • Gemüse nicht pürieren → Hund kann es nicht verwerten
  • Nur eine Fleischsorte → einseitige Ernährung

Was darf NICHT ins BARF-Futter?

  • Gekochte Knochen (splittern!)
  • Schweinefleisch roh (Aujeszky-Virus)
  • Weintrauben, Rosinen
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Avocado
  • Schokolade

Vorteile von BARF

  • Volle Kontrolle über Zutaten
  • Natürliche, artgerechte Ernährung
  • Oft bessere Verträglichkeit
  • Glänzendes Fell, gesunde Zähne
  • Weniger Kotmenge

Fazit

Barfen ist mit etwas Vorbereitung einfacher als gedacht. Starte langsam, beobachte Deinen Hund genau und hole Dir bei Unsicherheiten tierärztlichen Rat. Die Mühe lohnt sich!

Ergänzung: Unsere Nürburger Wildbrühe ist eine perfekte Ergänzung zum BARF-Plan – natürliche Nährstoffe aus reinem Wildfleisch!

Zurück zum Blog